Therapie-Besuchshundeausbildung in Münchwald:

Therapie-Besuchshundeausbildung voll im Gange!


Auch in diesem Jahr hat sich wieder eine Gruppe von Hundehaltern dazu entschieden, sich mit ihrem Hund zu einem souveränen Therapie-Besuchshundeteam ausbilden zu lassen. Sie investieren viel Zeit, Geduld und Einfühlungsvermögen in ihren Hund und was sehr zu betonen ist, sie bezahlen die Ausbildung zum Therapie-Besuchshunde-Team aus der eigenen Tasche.
Die Tierpsychologische Hundeschule Isabel Marschall bietet in Kooperation mit dem A.R.J.B. e.V. und dem Hundesportclub-Münchwald e.V. die Ausbildung zum geprüften Therapie-Besuchshundeteam an. Im letzten Jahr legten 8 Therapie-Besuchshunde-Teams erfolgreich die Therapie-Besuchshunde-Prüfung ab und 6 weitere Teams stellten sich ebenso erfolgreich der jährlichen Nachprüfung.
Der Einsatzbereich der TBH-Teams sind Altenheime oder Hausbesuche bei älteren Menschen, Schulbesuche oder regelmäßige Einsätze in Schulklassen sowie in Kindergärten.
Die anderthalbjährige Grundausbildung der Mensch-Hund-Teams schließt mit der VDH e.V. anerkannten Begleithundeprüfung ab. Anschließend beginnt der Therapie-Besuchshundekurs, welcher sich über 6 Monate streckt. In diesem Jahr werden 9 Mensch-Hund-Teams die in 6 Blöcken unterteilte Ausbildung durchlaufen. Die Hundebesitzer werden darin geschult, ihren Hund lesen und führen zu können. Sie lernen zu verstehen, wie es ihrem Hund in anspruchsvollen und anstrengenden Situationen geht, welche Bedürfnisse er hat, wann ihm einen Situation zu stressig wird oder er gar überfordert ist. Die Aufgabe des Hundebesitzers ist es, den Hund genauestens zu beobachten und zu erkennen, wann er unter Stress gerät, um die Situation zu verändern oder notfalls zu beenden.
Um den Hund so genau lesen zu können, beschäftigen sich die Teilnehmer intensiv mit der Köpersprache und den vielfältigen und sensiblen Kommunikationssignalen des Hundes.
Sich mit der Körpersprache des Hundes auseinanderzusetzen, sollte für jeden verantwortungsbewussten Hundehalter auf dem Programm stehen. Einer unserer Leitsprüche lautet: “Denn nur wer seinen Hund lesen kann, wird ihn auch verstehen”.

Und was lernen die Hunde? Sie werden vielfältigen Tests unterzogen, werden auf Herz und Nieren überprüft, ob sie als Therapie-Besuchshund geeignet sind. Ob sie gutmütig, belastbar, interessiert und neugierig sind, ob sie Spaß an ihrer Arbeit haben, ein “Nein” akzeptieren. Die Hunde müssen sich hochheben lassen, Futter langsam aus der Hand nehmen, massive Geräusche hinnehmen, dürfen keinen Futterneid zeigen, sollen freudig auf Personen zugehen, dürfen auch nach einer Aufforderung nicht hochspringen, Frust akzeptieren können. Wenn ein Futterstück auf den Boden fällt, dürfen sie dieses nicht fressen. Sie sollen sich mit ruhiger Stimme führen und lenken lassen und das Wichtigste: ein Urvertrauen in ihren Besitzer haben. Denn dieser lenkt und führt das Gespann.

Das erstaunlichste an diesem Kurs ist es zu beobachten, wie aus anfänglich etwas unsicheren Mensch-Hund-Teams souveräne Therapie-Besuchshunde-Teams werden. Jeder Hundehalter wächst mit seinem Vierbeiner zu einer festen Einheit zusammen. Die Hunde lernen, ihren Besitzern zu vertrauen, und darauf, dass sie mit ihnen durch Dick und Dünn gehen können.

Der Mensch lernt in Theorie und Praxis tiefgründiges Wissen und Verständnis. Der Hund lernt aus Erfahrung und die sagt ihm, dass ihm nichts passieren kann, wenn sein Besitzer in seiner Nähe ist.

Sollten Sie Interesse an der Ausbildung zum Therapie-Besuchshunde-Team haben, so wenden Sie sich bitte an:
Isabel Marschall Tel: 06706-913818 www.ths-marschall.de

Allen Mensch-Hund-Teams wünsche ich weiterhin eine erfolgreiche und horizonterweiternde Ausbildung zum Therapie-Besuchshunde-Team.

Ihre Isabel Marschall
Dipl.- Hundepsychologin &
Kynopädagogin




"Mit unseren Hunden wollen wir Freude schenken."





Ein hohes Ziel, das wir uns zu Anfang der Ausbildung zum Therapiebesuchs-Mensch-Hund-Team alle gesteckt hatten. Am Freitag, den 29. Oktober 2010, fand die Abschlussprüfung des diesjährigen Therapiebesuchshundekurses im Altenheim St. Josef (Marienwörth) statt. Nun sollte sich also herausstellen, ob wir den hohen Anforderungen dieser Ausbildung gewachsen waren. Zuversichtlich gingen wir an die Sache heran, hatten wir doch über ein halbes Jahr zahlreiche intensive, informative und motivierende Ausbildungsstunden mit -Tierpsychologin Isabel Marschall verbracht, die mit ihrem klar strukturiertem Unterricht, aber auch mit ihrer wunderbar einfühlsamen Art für Mensch und Hund, uns gut auf alle Unwägbarkeiten vorbereitet hatte. Nachdem wir auf das herzlichste von Frau Vogelsberger, welche im Haus St. Josef für die soziale Betreuung zuständig ist, begrüßt worden waren, fand zunächst die Nachprüfung der letztjährigen Kursteilnehmer statt. Wie man sich vorstellen kann, ist das Zertifikat zum Therapiebesuchshund keine einmalige Errungenschaft, sondern muss jedes Jahr aufs neue wieder aktualisiert werden. Isabel Marschall betont immer wieder, wie wichtig es ist, das Mensch-Hund-Team immer wieder zu überprüfen, damit bei so einer wichtigen Arbeit mit Senioren, behinderten Menschen oder Kindern allen Bedürfnissen Beachtung geschenkt wird, nicht zuletzt denen des Hundes selbst. Während die Nachprüflinge mit den Senioren arbeiteten, nutzten wir die Zeit, um noch mal unsere Ausbildung Revue passieren zu lassen. Alles begann im Frühjahr, als wir uns in Münchwald in der Hundeschule mit unseren Hunden zum Eignungstest einfanden. Selbst noch unsicher, ob wir und unsere Hunde denn die Anforderungen überhaupt erfüllen könnten und was denn alles auf uns zukommen würde im Laufe der Ausbildung, stellten wir uns den ersten Herausforderungen. Die Grundlage zur Teilnahme an der Ausbildung, die anerkannte Begleithundeprüfung nach dem VDH mit Sachkundenachweis und Wesensüberprüfung, hatten wir alle schon in der Tasche, aber was wurde nun von uns Menschen und Hunden erwartet? Isabel Marschall führte uns ruhig und sachlich an die verschiedenen Übungen heran. Die Hunde wurden mit ungewohnten Geräuschen konfrontiert, wurden hochgehoben, bedrängt, von fremden Personen gefüttert und durften dabei nicht schnappen, auf Futterneid überprüft, mussten Rollstuhl oder Rollator akzeptieren, um hier nur einiges zu nennen. Und siehe da: Unsere Hunde zeigten sich souverän und charakterstark, nicht zuletzt durch das Vertrauen und die Bindung, die in jedem einzelnen Mensch-Hund-Team durch die fundierte und liebevolle Grundgehorsamsausbildung bei Isabel Marschall vorhanden ist. Es folgten Ausbildungsstunden, in denen die Belastbarkeit der Hunde gefestigt wurde, geübt wurde, nur auf Kommando ein Leckerchen zu nehmen und auf keinen Fall Futter vom Boden aufzunehmen. Abendseminare mit den Schwerpunkten ‚Die Körpersprache des Hundes’ und ‚Die Beschwichtigungssignale’ wurden gehalten, damit wir das Verhalten der Hunde und Gesamtsituationen besser einschätzen lernten. Soweit vorbereitet besuchten wir dann zum ersten Mal das Altenheim St. Josef und durften mit einigen Senioren den Aufbau eines Besuches üben. Die leuchtenden Augen und die Freude und Geduld der älteren Menschen, mit uns und unseren Hunden zu arbeiten, blieben uns in Erinnerung. Dann statteten wir dem Behindertenheim der Lebenshilfe einen Besuch ab. Wir waren von der Herzlichkeit und Unbeschwertheit der behinderten Menschen beeindruckt und begeistert. Aber spätestens hier wurde uns auch klar, dass die Verantwortung gegenüber der zu besuchenden Person und vor allem aber auch gegenüber unserem Hund nicht unerheblich ist. Frau Marschall nahm sich die Zeit, nach jedem der Besuche, eine intensive Nachbesprechung mit uns zu machen, in der jeder seine vielfältigen Eindrücke, Bedenken und Freuden erzählen konnte. Sie machte uns Mut, führte uns vor Augen, welch tolle Hunde wir haben, wie viel Freude wir wirklich schenken können und wie viel Freude es auch uns bringt, diese ganzen Erfahrungen machen zu dürfen. Und jetzt sitzen wir hier, im Herzen gefestigt, mit dem Wissen, eine fundierte Ausbildung durchlaufen zu haben. Die Anspannung verfliegt, als wir die ersten Fragen des Prüfungsbogens im theoretischen Teil lesen, alle bestehen diesen Teil mit Bravour. Für den praktischen Teil der Prüfung besuchen wir mit unseren Hunden einige Senioren in dem Gemeinschaftsraum des Altenheims. Erwartungsfroh werden wir von ihnen begrüßt, manche erinnern sich noch an unseren letzten Besuch. Jeder von uns stellt sich mit seinem Hund vor, erzählt ein wenig von sich und dem Hund und bindet die Bewohner in das Gespräch mit ein. Die Senioren dürfen die Hunde bürsten oder ein Spielzeug werfen, das vom Hund wieder zurückgebracht wird, oder Leckerchen verstecken; jeder von uns hat sich kleine Spiele ausgedacht, um die Senioren mit den Hunden zu beschäftigen. Währenddessen beurteilen wir permanent geübten Auges die Gesamtsituation, damit niemand überfordert wird und auch der Hund nicht etwa in Bedrängnis gerät und anderweitig gestresst wird. Der Nachmittag vergeht wie im Flug und die strahlenden Gesichter der Altenheimbewohner sind uns Lohn genug für die Mühen. Stolz können wir verkünden, dass alle Mensch-Hund-Teams verdientermaßen die Abschlussprüfung bestanden haben. Eine wunderbare Ausbildungszeit bei Isabel Marschall geht nun zu Ende, in der wir viel über unsere Hunde und uns selbst gelernt haben, wertvolle Erfahrungen mit vielen netten Menschen gemacht haben und selbst gespürt haben, was es bedeutet, "mit unseren Hunden Freude zu schenken".

Abschließend können wir mit Stolz verkünden, dass 7 Mensch-Hund Teams die Therapie-Besuchshundeprüfung und 6 die Nachprüfung souverän bestanden haben.

Bei Interesse an der Ausbildung zum Therapie-Besuchshunde-Team: 06706-913818 oder unter www.ths-marschall.de




„Mit unseren Hunden wollen wir Freude schenken.“

Unter diesem Motto steht die Arbeit der zum Therapie-Besuchshunde-Teams ausgebildeten Hundebesitzer und deren Vierbeinern. In ehrenamtlicher Tätigkeit werden die TBH-Teams in Altenheimen, Behindertenheimen und Kindergärten eingesetzt. Der Allgemeine Retriever Jagd- und Begleithundeverein Münchwald e.V. und der Hundesportclub Münchwald e.V. haben zum ersten Mal einen Ausbildungslehrgang in dieser Sparte angeboten.

11 Hunde haben die hohen Voraussetzungen zur Teilnahme an diesem Ausbildungslehrgang gewährleistet. Ruhig und ausgeglichen soll die Hunde sein, sich zurücknehmen können, die Verträglichkeit zu andern Hunden beweisen. Futterneid und Aggression sollen Fremdwörter für jeden teilnehmenden Hund sein. Zur Prüfung waren nur Hunde zugelassen, die bereits, eine vom Innenministerium anerkannte, Begleithundeprüfung bestanden haben.

Bereits in dieser BH-Prüfung wurden die Hunde auf ihren zuverlässigen Gehorsam, auf ihr belastbares und gutmütiges Wesen getestet.

In einer mehrmonatigen Ausbildung, die unter der Leitung von Dipl. Hundepsychologin Isabel Marschall stand, wurden nicht nur die Hunde, sondern vor Allem ihre Besitzer an ihre verantwortungsvolle Aufgabe herangeführt.

In intensiven Trainingseinheiten wurden die Teilnehmer auf praktischer und theoretischer Ebene geschult.
Die Zwischenprüfung fand im Behindertenheim der Lebenshilfe Bad Kreuznach statt. Eine recht schwierige Aufgabe, denn der Umgang mit geistig behinderten Menschen ist für die Teilnehmer nicht alltäglich.

Das Ziel dieser Therapie-Besuchshunde-Ausbildung ist es, souveräne Mensch-Hund-Teams dort einzusetzen, wo sich benachteiligte Menschen befinden und sich über einen unbeschwerten Kontakt zu Hunden und deren aufgeschlossenen Besitzer freuen.

Die Abschlussprüfung fand im Altenheim St. Josef des Marienwörth statt. Hier wurden die schwanzwedelnden Hunde freudig erwartet. Sie wurden auf ihre Unbeschwertheit im Umgang älteren Menschen, die in Rollstühlen sitzen und sich nur noch mühsam bewegen können, getestet. Auch in Bereich der Kinder-Psychiatrie sind Hunde herzlich willkommen, denn sie erhellen den oft grauen Alltag der zu besuchenden Personen.

Der nächste Kurs wird ab April 2010 stattfinden. Denn mit Stolz wird verkündet, dass sich zukünftig 10 Therapie-Besuchshunde-Teams aufmachen werden um Freude zu schenken, denn sie haben alle die Prüfung zum Therapie-Besuchshunde-Team erfolgreich bestanden.