Praxis: Therapie-Besuchshundekurs:

Die Basis einer harmonischen Mensch-Hund-Beziehung bilden: die Kommunikation, das Vertrauen und eine klare Rollenverteilung. Kommunikation bedeutet, dass man einander lesen und verstehen kann. Dass man Fragen versteht und akkurat darauf antwortet. Vertrauen beinhaltet, dass Mensch wie Hund zuverlässig sind. Der Hund soll auf Kommandos reagieren und der Mensch seinen Hund lenken und beschützen, sowie durch schwierige Situationen führen. Eine klare Rollenverteilung hat zum Ziel, dass jeder der Kommunikationspartner weiß, was seine Aufgaben sind. Um diese Basis zu gestalten, biete ich eine weitere Ausbildungsmöglichkeit an:

Bindung-Intensivierungskurs:

  • Für Hunde ab 12 Monate
  • Für Hundebesitzer, die zu ihrem Hund eine harmonische Beziehung aufbauen und diese noch intensivieren möchten
  • Für Hundebesitzer, die in Zukunft die Therapie-Besuchshundeausbildung anstreben und sich mit ihrem Hund darauf vorbereiten möchten und noch keine Begleithundeprüfung bestanden haben.
  • Für Besitzer eines sensiblen Hundes, die lernen wollen, wie sie ihren Hund durch schwierige Situationen führen und ihn unterstützen, anstatt falsch zu bestätigen
  • Für Besitzer, die mehr über ihren Hund erfahren wollen: wie belastbar ist er; wann gerät er unter Stress; wie kann ich ihn aus solch einer Situation helfen und unterstützen; wie reagiert der eigene Hund in ungewohnten Situationen
  • Für Besitzer, die nicht regelmäßig am Hundetraining teilnehmen können oder schon lange nicht mehr daran teilgenommen haben
Die Übungseinheiten des Bindung-Intensivierungskurs sind über einen Zeitraum von mehreren Monaten verteilt, damit eine Weiterentwicklung von Hund und Besitzer zu einem wirklich guten Team, durch die Anwendung des Erlernten, möglich ist. Der Kurs verläuft parallel mit dem Therapie-Besuchshundekurs.

Zu Beginn des Kurses wird ein Belastungstest zeigen, wie jeder einzelne Hund mit besonderen Situationen umgeht und auf sie reagiert. Es wird zu beobachten sein, welche Strategien die Hunde anwenden, um mit diesen Situationen zurecht zu kommen. Durch die vielfältigen Reaktionsmöglichkeiten ist es für die Zuschauenden sehr interessant, die Körpersprache der Hunde zu beobachten und zu deuten. Ebenso interessant ist es, zu sehen, wie die einzelnen Besitzer mit ihrem Hund und den gestellten Aufgaben umgehen. Durch das Gelernte erfolgt bei den einzelnen Hundebesitzer ein Umdenken und somit eine Umstellung des eigenen Verhaltens, worauf der Hund dann reagiert und sein Verhalten ändert. Das Ziel des Kurses ist es, dass Hund wie Mensch mit besonderen Situationen souverän umzugehen lernen. Es entwickelt sich eine deutlichere und verständnisvollere Kommunikation, die ein tieferes Vertrauen zur Folge hat. Und letztendlich wird der eigene Hund im ganz normalen Alltag viel belastbarer und die Beziehung zueinander harmonischer.

Das Motto lautet: „sehen und verstehen“.

Kursumfang:
3 Übungstage à 3 Stunden ( in Praxis und Theorie)
2 Abendvorträge à 2 Stunden

Ablauf und Termine:

Dieser Kurs verläuft parallel zum Therapie-Besuchshundekurs und ist an ihn angelehnt. Er beschränkt sich auf die ersten drei Übungstage des Therapie-Besuchshundekurses.

1. Tag:
Einleitung, Belastungstest und Beurteilung des Hundes

2. Tag:
Belastungsübungen, Gehorsamstraining, weitere Tests für die Mensch-Hund-Teams
Vortrag: Kommunikationssignale

3. Tag:
Aufbau und Struktur eines TBH-Einsatzes; Belastungsübungen, Gehorsamstraining, weitere Tests für die Mensch-Hund-Teams
Vortrag: Die Körpersprache des Hundes

Das Ende eines jeden Trainingstages ist unbestimmt und erst absehbar, wenn die Teilnehmeranzahl feststeht.
Diese ist für den Kurs auf max. 12 Mensch-Hund-Teams begrenzt.

Kurstermine unter Vorbehalt!

“Die Kommunikationssignale des Hundes”

“Das hat er noch nie gemacht, das war das erste Mal!” “Ihrer hat angefangen, meiner hat gar nicht getan!” ”Ist Ihr Hund aber aggressiv, meiner tut doch nichts!”

Solche Sätze hört jeder Hundehalter im Laufe seiner Spaziergänge von anderen Hundebesitzer. Oft gibt es Diskussionen zwischen Hundehaltern, weil die Situation völlig falsch eingeschätzt oder gar vermenschlicht wird. Das Problem liegt im fehlenden Fachwissen der Hundebesitzer.

Dass zu einer Kommunikation immer Zwei gehören, ist den Wenigsten bewusst. Vielleicht hat der Hund schon lange Signale gesendet, zu Familienmitgliedern oder zu anderen Hunden, nur keiner hat diese Signale bemerkt, weil sie nicht bekannt sind. Um vielen Situationsproblemen mit Ihrem Hund vorzubeugen, um Halbwissen zu klären und Situationen besser zu gestalten, habe ich diesen Vortrag entwickelt.

Als Ergänzung und Intensivierung zum Vortag “Die Körpersprache des Hundes” geht dieser Vortrag ins Detail. In aussagekräftigen Bildern und Filmsequenzen, aus meinem privaten Hundealltag sowie aus meiner beruflichen Tätigkeit in meiner Tierpsychologischen Hundeschule werden die Kommunikationssignale des Hundes gezeigt, erklärt und diskutiert.

Folgende Themen werden beleuchtet:

  • die Struktur eines Hunderudels
  • Aufgaben, Rechte und Pflichten des einzelnen Rudelmitglieds
  • Vor- und Nachteil jeder Rudelposition
  • Führungsqualitäten eines rudelleitenden Hundes
  • Alphagesten
  • was ist Dominanz?
  • Dominanzgesten
  • Kommunikationssignale
  • Beruhigungssignale
  • Beschwichtigungssignale
  • immer wieder der Vergleich zur Mensch-Hundbeziehung
  • und ganz viel mehr!

Wenn man eine persönliche und harmonische Beziehung zu seinem Hund anstrebt, liegt die Basis in der verständlichen Kommunikation mit seinem Hund und nicht in vielen Leckerchen oder dem Ball. Wenn der Hundehalter sich Fachwissen aneignet, kann er artgerecht auf seinen Hund eingehen und somit unzählige Missverständnisse und daraus entstehende Frustsituationen vermeiden. Ich finde, das ist wahre Hundeliebe! Mir liegt es am Herzen, den Hund nicht vermenschlicht zu sehen, sondern sich die Mühe zu machen, ihn mit seinen arttypischen Eigenheiten zu erkennen und zu akzeptieren. Um dem loyalsten Freund des Menschen Respekt und Anerkennung zu zollen.

Schon jetzt freue ich mich darauf, Ihnen die “Kommunikationssignale des Hundes” näher zu bringen und etliche Fragezeichen mit Inhalt füllen zu dürfen.

“Die Körpersprache des Hundes”

Mit großer Freude präsentiere ich Ihnen den nagelneuen Vortrag “Die Körpersprache des Hundes”. Nach einer kompletten und intensiven Überarbeitung wird die Körpersprache des Hundes mit aussagekräftigen Bildern und mit Filmsequenzen von Hundebegegnungen im Hundeschulalltag, aber auch von alltäglichen Spaziergängen mit dem Hund, gezeigt und aus meiner Sicht, als Hundepsychologin mit Diplom , erklärt.

Es ist ein wirklich umfassendes Werk entstanden, welches Ihnen die Sprache Ihres Hundes näher bringen soll. Für mich zählt der Inhalt dieses Vortrages zum absoluten Basiswissen, für jeden Hundehalter, der seinen Hund verstehen will.

Folgende Fragen werden geklärt:

  • wie stellt sich der normale Ausdruck eines Hundes dar?
  • wie zeigt sich der Unterschied zum Imponierverhalten?
  • was ist Imponierverhalten; welchen Nutzen hat es?
  • wann kippt die Stimmung in Richtung Aggression und warum?
  • worin liegt der Unterschied zwischen offensiver und defensiver Aggression?
  • ist Aggressivität = Gefährlichkeit?
  • ist Aggressivität erlaubt oder verboten?
  • ist ein Spiel immer ein Spiel?
  • sollen Hunde ihre Begegnungen immer alleine klären?
  • wie beeinflussen die äußerlichen Rassenmerkmale die Kommunikation?

Folgende Themen werden beleuchtet:

  • das Ausdrucksverhalten des Hundes
  • Kommunikationsprobleme durch Rassebesonderheiten
  • die Kommunikation über das Multikanalsystem des Hundes
  • Überblick der Aggressionsformen
  • aktive und passive Unterwerfung
  • Spielverhalten
  • Imponierverhalten

und ganz viel mehr!

Ich kann Ihnen einen höchst informativen und unterhaltsamen Vortragsabend versprechen, der Ihnen Ihre Sichtweise auf die Körpersprache Ihres Hundes immens erweitern wird. Getreu dem Motto: “Nur wer die Sprache seines Hundes gelernt hat, kann ihn verstehen”, freue ich mich auf die Präsentation dieses Vortrages und auf viele erstaunte Zuhörer!

Dieser Bindung-Intensivierungs-Kurs endet mit dem 3. Übungstag des Therapie-Besuchshundekurses. Einheiten im Altenheim finden nicht statt. (Wobei genau diese Übungseinheiten wirkliche Erlebnisse für Mensch und Hund sind.)

Sollten noch Fragen offen sein, so beantworte ich Ihnen diese gerne.


Freue mich auf höchst interessante Ausbildungseinheiten.